Geografie

Quelle: Datenbank Nieders. Landesarchiv Aurich. Nachdruck und jede Art von Vervielfältigung verboten. Diese Abbildung dient alleine der ortskundlichen Information.

www.arcinsys.niedersachsen.de


Woquard liegt im Bereich eines Kalkmarschgebietes am Rande der ehemaligen Sielmönkener Bucht. Bei der Gründung der Warfensiedlung lag der Ort ca.4,5 mtr. über den Meeresspiegel. Die holozänen Meeresablagerungen gliedern sich in Altmarsch ( Blockflur ) und Neumarsch ( Streifenflur ).Mit der Versandung und Eindeichung der alten Sielmönkener Buch verlor Woquard schon früh den Zugang zum offenen Meer. Die holozänen Meeresablagerungen (Marsch) breiteten sich teilweise bis zur Linie Georgsheil- Marienhafe-Norden, entlang der Bundesstraße, aus. Somit bildet die natürliche Wall-Linie ( Georgsheil - Norden ) , auch Siedland genannt, eine natürliche Grenze zwischen den Geestrandmooren und Geestgebieten im Osten und der Marsch im Westen.


Bodenkunde:   

 Quelle: www.kulturerbe-niedersachsen.de  Nachdruck und jede Art der Vervielfältigung verboten. Der Zweck dieser Abbildung dient ausschließlich der ortskundlichen Information.


Der Name Krummörn wird erstmalig in einem Landregister des Klosters Blauhaus genannt. Um 1500 wird ein Landstück mit der Zusatzbezeichnung  " in de kromme Horne" aufgeführt. Zeitgleich wird urkundlich ein Stück Meedland bei Loquard mit dem gleichen Namen betitelt. Im Amt Greetsiel ist diese Bezeichnung nicht vor Ende des 18. Jahrhunderts belegbar.

Somit wird zunächst die heutige südliche Krummhörn diesen Namen getragen haben. Möglich ist aber auch, dass die Sielmönkener Bucht als siedlungsgeografische Trennlinie eine viel größer Rolle gespielt hat. 

( Der Busen (Meereseinbruch)von Sielmönken, der sich bis nach Hinte ausdehnte, hatte 

seine größte Ausdehnung zwischen Visquard und Woquard.                                         Dieser besondere abgelagerte und sandige Klei ( Boden ) wird auch Escher genannt).

(Quelle:Tijdschrift van het Aardrijkskundig Genootenschap, 1921 )


Im Süden, im alten Amt Emden, ist die Knock ( Nacken ) bis heute als Bezeichnung erhalten geblieben. Auch das Husumer Hörn ( Groothusen )beim " Herlosen Diek " sind Gemarkungen die den südlichen Teil, also südlich der Sielmönkener Bucht, benennen. Nördlich der alten  ehemaligen Sielmönkener Bucht ist die Bezeichnung " in de Grede" ( Grode  ) bekannt und benennt damit den späteren Sielort Greetsiel.

Nachweisbar hatte Woquard  einen Wasserweg  zu den sogenannten Camper Tillen. Auch besaßen Pewsum und Woquard im 17.Jahrhundert schon eine Verbindung zum Sielmönkener Tief. Dieses Tief wurde dann später zu einem Wasserfahrweg ausgebaut.

( Quelle :Die Acht und ihre sieben Siele, Bd.1 und 2, Leer 1987, 2.erw. Auflage  )